{"id":23,"date":"2007-04-01T22:06:02","date_gmt":"2007-04-01T20:06:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bengundlach.de\/blog\/?p=23"},"modified":"2007-04-01T22:06:02","modified_gmt":"2007-04-01T20:06:02","slug":"reise-und-veraenderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brixworx.de\/?p=23","title":{"rendered":"Reise und Ver\u00e4nderung"},"content":{"rendered":"<p>Gedichte und Gedanken, in denen es um das Reisen und die Ver\u00e4nderung geht.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><strong>Aufbrechen<\/strong> ist der schwerste Schritt. Was mu\u00df am Anfang einer Reise aufgebrochen werden? Gewohnheiten, \u00c4ngste, Resignationen? Reisen ist zugleich eine Suche nach k\u00f6rperlicher, geistiger und seelischer Beweglichkeit.<\/p>\n<p><strong>Bewegung<\/strong> war eine wichtige Grundlage zum \u00dcberleben. Unsere Vorfahren \u00fcberlebten nur, weil sie sich bewegen konnten. Urbanisierung, Industrialisierung und Motorisierung haben diese \u00dcberlebensgrundlage obsolet gemacht.<\/p>\n<p><strong>Entfremdung<\/strong> tritt dort ein, wo wir nicht mehr auf die wichtige Lebensgrundlage der Bewegung angewiesen sind. In unserer modernen Kunstwelt sind wir unabh\u00e4ngig vom Wetter, von Tag und Nacht und von vielen k\u00f6rperlichen Anstrengungen. Verlieren die F\u00fc\u00dfe da nicht langsam die Bodenhaftung?<\/p>\n<p><strong>Erfahrung<\/strong> &#8222;Einmal selbst sehen ist mehr wert als hundert Neuigkeiten h\u00f6ren.&#8220; (<em>Japanisches Sprichwort<\/em>)<\/p>\n<p><strong>Heimkehren<\/strong> bedeutet, dass die M\u00fchseligkeiten des Alltags neu bejaht werden m\u00fcssen. Was bringen Reisende f\u00fcr sich und andere Menschen mit? W\u00e4hrend sich das \u00c4u\u00dfere durch das Reisen nicht \u00e4ndert, kann die innere Einstellung zu den M\u00fchseligkeiten des Alltags anders angenommen und angegangen werden.<\/p>\n<p><strong>Heimweh<\/strong> bezeichnet nicht nur den Wunsch nach einer &#8222;Heimat&#8220; und gewohnten Dingen, sondern kann auch positiv sein: die im Alltag grau gewordene Umgebung wird aus der ferne pl\u00f6tzlich mit neuen Augen betrachtet und idealisiert. Dabei entsteht die Chance, der Heimat ein paar neue Seiten abzugewinnen.<\/p>\n<p><strong>Industrialisierung<\/strong> bedeutete auch eine Ver\u00e4nderung des Raumes: er wurde zum Hindernis, das es zu \u00fcberwinden galt. Zeit ist Geld &#8211; Geschwindigkeit ist Zeit ist Geld. Die Wahrnehmung des Raumes verblasst.<\/p>\n<p><strong>N\u00e4he<\/strong> &#8222;Wie fern bin ich den Menschen, wenn ich bei ihnen weile, und wie nahe, wenn ich fern von ihnen bin.&#8220; (<em>Khalil Gibran<\/em>)<\/p>\n<p><strong>Physische Herausforderungen<\/strong> f\u00f6rdern die Entwicklung der Pers\u00f6nlichkeit: der Mensch testet seine Grenzen in extremen Situationen und erzielt so eine Selbsterfahrung, die im Alltag nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p><strong>Pilger<\/strong> haben kein \u00e4u\u00dferes, sondern ein inneres Ziel. Sie opfern der Suche nach diesem inneren Ziel (obgleich das eine unerf\u00fcllbare Sehnsucht ist) ihr kostbarstes Gut: einen Teil ihrer Lebenszeit. &#8222;Du kannst nicht auf dem pfad gehen, bevor Du nicht Pfad geworden bist.&#8220; (<em>Bhudda<\/em>)<\/p>\n<p><strong>Reisesegen<\/strong> &#8222;M\u00f6ge dein Weg dir freundlich entgegenkommen \/ m\u00f6ge der Wind dir den R\u00fccken st\u00e4rken. M\u00f6ge die Sonne dein Gesicht erhellen \/ und der Regen  um dich  her die Felder tr\u00e4nken. \/ Und bis wir beide, du und ich, uns wiedersehen \/ m\u00f6ge Gott dich sch\u00fctzend in seiner Hand halten.&#8220; (<em>Irischer Reisesegen<\/em>)<\/p>\n<p><strong>Sehnsucht<\/strong> &#8222;Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht M\u00e4nner zusammen um Holz zu beschaffen und Arbeit einzuteilen, sondern lehre die M\u00e4nner die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.&#8220; (<em>Antoine de Saint-Exup\u00e9ry<\/em>)<\/p>\n<p><strong>Selbsterfahrung<\/strong> als Ziel des Reisens: das Meistern von Herausforderungen und Aufgaben vermittelt Erfolgserlebnisse, die dem Menschen helfen k\u00f6nnen, um \u00fcber seine \u00c4ngste und Sorgen hinaus zu wachsen.<\/p>\n<p><strong>Tourismus<\/strong> als gesellschaftliche Antwort auf den Sinnverlust? <\/p>\n<p><strong>Unvoreingenommenheit<\/strong> &#8222;Wer reisen will, muss zun\u00e4chst Liebe zu Land und Leute mitbringen, zumindest keine Voreingenommenheit. Er muss guten Willen haben, das Gute zu finden anstatt es durch Vergleiche tot zu machen.&#8220; (<em>Theodor Fontane<\/em>)<\/p>\n<p><strong>Urlaubsreisen<\/strong> sind heute mehr denn je eine Sache der Phantasie. Der Mensch schl\u00fcpft in verschiedene Rollen, um sich auszuprobieren oder zu genie\u00dfen. Ferien vom Ich: sei es als Entdecker auf einem Abenteuerurlaub oder als Mitglied der oberen Zehntausend auf einer Kreuzfahrt.<\/p>\n<p><strong>Ver\u00e4nderung<\/strong> &#8222;Sei die Ver\u00e4nderung, die du in der Welt sehen willst.&#8220; (<em>Mahatma Gandhi<\/em>)<\/p>\n<p><strong>Verzicht<\/strong> &#8222;Reich sind die Menschen, die auf das meiste verzichten k\u00f6nnen.&#8220; (<em>Tagore<\/em>)<\/p>\n<p><strong>Verzicht<\/strong> war ein wichtiges Merkmal der nomadisch lebenden Menschen. Im heutigen Tourismus gilt das Gegenteil: unsere heutigen Reisen sind der Versuh, zur\u00fcck in die urpr\u00fcngliche Wildnis zu gelangen.<\/p>\n<p><strong>Vorurteile<\/strong> &#8222;Reisen ist t\u00f6dlich f\u00fcr Vorurteile.&#8220; (<em>Mark Twain<\/em>)<\/p>\n<p><strong>Wahres Reisen<\/strong> darf m\u00fchselig und beschwerlich sein, muss aber freiwillig und beendbar sein (weder Flucht noch Zwang).<\/p>\n<p><strong>Wege<\/strong> brachten Leben, denn das Unterwegssein auf der Suche nach Nahrung geh\u00f6rt von Anfang an zum menschlichen Dasein. Wer da vom Wege abkam starb im Sumpf oder verirrte sich im Wald. Kein Wunder, dass Wege auch immer zugleich eine religi\u00f6se Dimension bekamen.<\/p>\n<p><strong>Zufall<\/strong> und Unvorhersehbarkeit, \u00dcberraschung und geistige Freiheit geh\u00f6ren unbedingt zum Reisen dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gedichte und Gedanken, in denen es um das Reisen und die Ver\u00e4nderung geht.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-23","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-texte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.brixworx.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.brixworx.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.brixworx.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brixworx.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brixworx.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.brixworx.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.brixworx.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brixworx.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brixworx.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}