Cuenca (noch Ecuador) – San Ignacio (schon Peru)

Cuenca – die zu Recht als schoenste Stadt Ecuadors, bezeichnet wird, verlassen wir nach einem Tag Aufenthalt, wo wir uns wohl weisslich mit Kultur und anderen Leckereien verwoehnt haben.

Ueber Loja (die suedlichste Stadt Ecuadors) fahren wir weiter nach “San Pedro de Vilcabamba” zu meiner Austauschtante Carmen, die sehr bescheiden mit zweien ihrer 8 Kinder und ihrem dreijaehrigen Enkelsohn Adrian in einem Haeusschen auf dem Land lebt. Wir haben uns mittlerweile ueber 6 Jahre nicht gesehen und freuen uns sehr ueber das Wiedersehen. Es ist schoen zu merken, wie wenig sich doch in 6 Jahren trotz ganz vieler Veraenderungen veraendern kann…- Ich fuehle mich zumindest genauso herzlich willkommen und wohl bei Carmen wie zuvor. Abends machen Ben und ich Thunfisch-Kaese-Pfannkuchen fuer alle und am naechsten Abend machen wir alle zusammen Humitas (siehe Blogeintrag „Humitas in Vilcabamba“).

Unbekuemmert vieler warnender Stimmen, die Strasse zwischen “San Pedro de Vilcabamba” und Peru sei fuer das Fahrrad vier zu schlecht und gefaehrlich, schwingen wir uns auf die Raeder und stellen wieder einmal fest, dass Ecuadorianer oft ueberaengstlich sind und maslos uebertreiben. Bis auf einen kleinen Unfall (mein Vorderrad ist bei einer Bergabfahrt ploetzlich geplatzt und so bin ich ziemlich unsanft auf den –da noch- Asphalt gefallen und habe mir die Handflaechen und einen Ellenbogen aufgeschlagen, sowie eine Rippe geprellt), bei dem nicht die Strasse, sondern mein Fahrrad die Schuld hatte sind wir gut, wenn auch langsamn, nach Peru gekommen.

Jetzt sind wir schon einige Wochen in den Anden unterwegs – und haben uns zum Glueck – noch nicht sattgesehen. Ich als Meerkind habe ja von Bergen so gut wie keine Ahnung und bin immer wieder aufs neue ueber die Vielseitigkeit, – die Formationen, die Farben, die Vegetation, die Inszinierung durch Wolken und Nebel, etc. – dieser Giganten fasziniert. Aergerlich ist nur, dass es auf diesen Bergen oftmals so steil bergauf geht, dass man sich einerseits die Lunge aus dem Hals zu hecheln meint und man gleichzeitig immerzu auf den Asphalt (in gluecklichen Faellen) oder auf den Schotter und die Schlagloecher stiert, um seine Bahn zu halten… Doch da wir bei den Anstiegen oft sehr geschafft sind, muessen wir gluecklicherweise viele Pausen einlegen und haben so Zeit die Schoenheit um uns herum zu geniessen.

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2 Kommentare

  1. Lutze

    Willkommen in Peru, Ihr Zwei! Immerhin ändert sich nicht bei jedem Land die Sprache, wie in Europa, das ist doch schon mal was… wir haben in Ermangelung höherer Temperaturen draußen ein langes Saunawochenende in Ostfriesland gehabt bei Sturm und Regen, aber der Frühling kündigt sich an. Diskutiert haben wir zu sechst nachmittags über Politik, ich für meinen Teil über das Thema Entwicklungshilfe. Gynnas Kommentar zu Gastfreundschaft und Hilfserwartung fand ich dafür ganz interessant, und es passt auch in mein Bild, was ich in Asien bekommen habe.
    Wie ist denn Eure ungefähre Route eigentlich in den nächsten Wochen? Dann kann man bei Google Earth schon mal die Berge auf dreifache Überhöhung einstellen und mitleiden… aber mir scheint, ihr bewegt euch langsam aus der grünen Hölle raus, was?
    In der Hoffnung, Gynnas geprellte Rippe tut nicht so weh beim alltäglichen Kampf, grüßt Euch Lutze

  2. hoilutze, sind inzwischen in Chachapoyas angekommen – von hier geht es weiter die Berge hoch nach Caramarcas, dann runter an die Kueste nach Trujillo, dort suedwaerts durch die Kuestenwuesten bis wir wieder in Santa wieder auf eine Strasse stossen, die uns zurueck ni die Berge fuehren wird – dort an der Cordillera Blanca entlang weiter nach Sueden in Richtung Lago Titicaca.
    Danke fuer die vielen lieben Gruesse und das Mitleiden!
    Wie sieht´s aus bei den Froeschen in Berlin? Hmmm – vielleicht sollten wir das lieber per Mail abhandeln ;o)